Vorschlag für die Gestaltung des Innenkreises

Sehr geehrter Herr Iwers,

für die Gestaltung des Innenkreises schlage ich ein Megalithgrab vor. Die Megalithgräber bestehen oftmals aus fünf Trägersteinen und einem Deckstein. Die äußere Gestaltung könnte variieren, indem weniger oder auch mehr Steine verwendet werden können. Im folgenden Foto sehen Sie das Megalithgrab bei Birkenmoor. Dieses soll Ihnen als Anschauung dienen und Sie von der Idee überzeugen. Das Megalithgrab bei Birkenmoor, zu sehen mit der Öffnung nach vorne und einem Eintrittsstein. Ich stelle mir vor, dass diese Öffnung kommend von Gettorf zu sehen ist. Das Wappen könnte am Sockel vom Podest vor dem Megalithgrab angebracht werden oder als Alternative an der Stirnseite des Decksteins. Warum ein Megalithgrab?  Osdorf liegt im Dänischen Wohld, wenn die Autofahrer in Richtung Osdorf fahren stellt das Megalithgrab das Eintrittstor zum Dänischen Wohld dar. Mit der Einfahrt in den neuen Kreisverkehr beginnt die Geschichte zum Dänischen Wohld mit vielen weiteren Megalithgräbern. Der Vorteil eines Megalithgrabes ist, dass es zeitlos und für die Zukunft unzerstörbar ist. Es ist ein Symbol und eine Wertschätzung unserer Umgebung, sowie die Erhaltung unserer Geschichte vom Dänischen Wohld. Osdorf wäre mit einem Megalithgrab der Mittelpunkt und „Eintrittstor“ zu dieser Geschichte. Des Weiteren stellen die Kosten nach Ihrer Kalkulation kein Problem dar. Die Firma Glindemann hat mit großer Wahrscheinlichkeit geeignete Steine vorrätig, die für die Gestaltung eines Megalithgrabes notwendig sind. Ich bin gerne bereit die fachmännische Gestaltung des Megalithgrabes zu unterstützen.

Peter Witt Mühlenteich 13

 

Große Klänge werfen ihre Schatten voraus

Kirchenchor bereitet Konzert zum 50. Kirchenjubiläum vor.

Auch der Osdorfer Kirchenchor möchte seinen Beitrag zum diesjährigen Kirchenjubiläum leisten und bereitet ein Benefizkonzert zugunsten des Hospizvereins Dänischer Wohld vor. „Damit es besonders gut wird, haben wir gerade ein Probenwochenende auf Schloss Noer verbracht“, weiß Chorleiterin Gabriela Sallai zu berichten. Besonders bemerkenswert sei, dass tatsächlich alle Chormitglieder dabei waren, so dass dieses Wochenende wirklich sehr effektiv gewesen sei, so Gabriela Sallai. Das Konzert wird am Samstag, 9. Dezember, um 17 Uhr in der Osdorfer Kirche stattfinden, außer dem Kirchenchor als Gastgeber wird auch noch der Gemischte Chor Osdorf sowie der eine oder andere Überraschungsgast teilnehmen.
„Der Kirchenchor, der ja inzwischen mit drei Herren wieder zu einem klangvollen vierstimmigen Chor angewachsen ist, wird seine Vielseitigkeit zeigen und sicher das Publikum überraschen“, erklärt die Chorleiterin, „bei den Proben hatten und haben wir alle viel Spaß, und das wollen wir den Zuhörern auch genauso rüberbringen.“ Ein besonderes Anliegen ist es den Sängerinnen und Sängern, Geld für den Hospizverein zu sammeln, der ja im Begriff steht, ein stationäres Hospiz zu bauen und dringend Spenden benötigt. Dr. Friederike Boissevain, Rolf Holm und Gudrun Ehmke vom Hospizverein werden dem Konzert beiwohnen und über den aktuellen Stand ihrer Arbeit berichten. „So freuen wir uns auf einen schönen Abend in der Adventszeit und hoffen, dass alle Beteiligten und Zuhörer das Konzert genießen und voller Vorfreude dann in die Weihnachtszeit starten“, wünscht sich die Chorleiterin auch im Namen aller Sängerinnen und Sänger.

Katharina Janzen

 

Erntedankgottesdienst am 01. Oktober

Eine wunderschön geschmückte Kirche erwartete die Besucher zum Erntedankgottesdienst. Am Freitag vor Erntedank waren schon die Kinder aus der KiTa „Pusteblume“ mit ihrem Bollerwagen in die Kirche gefahren und hatten allerlei Erntegaben dabei. Neben vielen Spenden aus der Gemeinde schmückten dann die Landfrauen am Samstagnachmittag die Kirche, und es war wirklich sehr schön anzusehen. In einer gut gefüllten Kirche wurde die Erntekrone von der Landjugend hereingetragen und aufgehängt. Die Predigt wurde gemeinsam von Pastor Heik und Imke Petersen gehalten. Im Wesentlichen ging es darum, dass man für alles dankbar sein sollte und nicht alle Dinge immer wie selbstverständlich vorhanden sind, sondern viele Faktoren dazu beitragen, dass z.B. die Brötchen, die man gerne isst, immer vorrätig da sind.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es wie immer am ersten Sonntag im Monat Kirchenkaffee, viele Besucher blieben in der Kirche um sich bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen noch ein wenig zu unterhalten. Ein großer Dank geht an alle Spender für die Erntegaben und an die Landfrauen, die so wunderschön geschmückt haben. Die Erntegaben gehen auch in diesem Jahr an die Basisgemeinde Wulfshagen die alle Lebensmittel verwerten und sich recht herzlich bedanken.

Imke Petersen

 

Wanderung um Felm mit Exkursion ins NSG Kaltenhofer Moor

Treffen auf dem Parkplatz Kaltenhofer Moor, Stodthagen. Beginn der Tour 9:30 Uhr. Wetterprognose: bedeckt bei 16°C mit ununterbrochenem Nieselregen. Wir sind eine kleine Gruppe von 9 Teilnehmern, einschließlich Begleitung von Hund Lotta. Links, vorbei an der Försterei, über den Naturwald Stodthagen, gelangen wir am Waldesrand zur Mühlenau. Die Au, eigentlich ein Rinnsal, die im Fuhlensee / Strande mündet und zur  Entwässerung der Felder und Wiesen beisteuert. Wir überqueren die Brücke, gehen einen schmalen Weg längs der eingezäunten Koppeln und kommen auf den 2-plattigen Stauner Weg. Gehen einige Meter nach links in Richtung Felm, biegen dann aber in den so genannten Moorweg ein, der uns durch das Stauner Moor bis zur Asphaltstraße führt, der Verbindung zwischen Felm und Osdorf. Über den asphaltierten Fahrradweg gelangen wir in Richtung Felm nach links (ca. 50m) in den so genannten Hunnenberg. Rechts vorbei an einem Bauerngehöft, gehen wir weiter und folgen auf der scharfen Linkskurve der ehem. Straße (einem inzwischen für motorisierte Fahrzeuge gesperrten Teil) bis wir wieder auf eine asphaltierte Straße stoßen, die wir rechts in Richtung Felmerholz abbiegen. Die weiteren Stationen sind: Felmerholz, Holliner Weg, Holliner Au, Holliner Gehölz, welches  mit dem Knooper Holz verzahnt ist, Krück und Parkplatz Stodthagen. Gesamtlänge von ca. 10 Km. Hier folgt nun die Exkursion ins Kaltenhofer Moor, einer Wanderung ins NSG, das Nass – / Feuchtgebiet. Vom Parkplatz mit ca. 3 km, einer Dauer von ca. 1-1 1/2Std. steuern wir rechts an der Försterei  in den Wald hinein. Das Kaltenhofer Moor ist eng mit dem Stodthagener Wald verbunden. Hier soll sich der Lebensraum der Rotbauchunke befinden, einer Feuerkröte, die zur Gattung der Unken gehört. Das Kaltenhofer Moor ist ein Hochmoor, so genanntes Regenmoor, welches sich ausschließlich durch Niederschläge und der aus der Luft eingetragenen Mineralsalze speist. Die mineralsalzarmen, sauren und nassen Lebensräume stellen damit einen speziellen hydrologischen, ökologischen und entwicklungsgeschichtlichen Typ Moor dar, bei dessen Jahrhundert / -tausend währenden Wachstum Torfmoose als Torfbilder eine entscheidende Rolle spielen. (Info Wikipedia). Das Hochmoor ist mit 54 ha zum großen Teil inzwischen abgetorft oder in Grünland umgewandelt. Der Moorsee ist originär durch Torfabbau entstanden. Der Torfabbau erfolgte gewerbsmäßig bis 1948 und wurde dann eingestellt. Eine hochmoortypische Vegetation: Rosmarin-, Glocken- und Besenheide, Moosbeeren, Schmalblättriges und Scheidiges Wollgras, Weißes Schnabelried und Rundblättriger Sonnentau. Bei unserer Begehung des Moores fanden wir neben den Gehwegen Besenheide, Pilze, Blaubeerkraut  und andere Gewächse, aber z.B. das Wollgras; Moosbeeren fanden wir dieses Jahr nicht. Baumbewuchs im Moor bilden die Birken. Das Dorf Felm gehörte bis 1909 dem Kaltenhofer Grafen von Rantzau. Danach Bodenreform und Aufteilung in Bauernstellen. Seit 1.12.1928 Gemeinde mit dazugehörigen Ausbaustellen: Rathmannsdorf, Gut Rathmannsdorf, Altwittenbek, Felmerholz und Hollin. Eigentümer von Gut Rathmannsdorf war damals der Baron Weber von Rosenkranz auf Gut Rosenkranz (Schinkel). Heute setzt sich die Gemeinde Felm aus Felm, Felmerholz, Kleinfelmerholz, Krück, Rögen, Stodthagen, Tonnenberg und Gut Rathmannsdorf zusammen.    Den Abschluss unserer Wanderung konnten wir nach dem Cafe Schleusen-Garten an der Rathmannsdorfer Schleuse wegen Urlaub nicht verlegen. Somit endete der Wandertag um 13:30 Uhr.

Foto und Text: Eryka Meyer-Delius

 

Drei neue Mitbürger in Osdorf!

Da wird sich mancher verwundert die Augen reiben, wenn er oder sie im November Lebensmittel, Brötchen oder Wurst einkauft. Denn bei Hamann, Sörensen und Siemsen stehen neben den Kunden auch noch Martin Luther, Katharina von Bora und Philipp Melanchthon. Anlass dafür ist das 500 jährige Reformationsjubiläum, das in diesem Jahr gefeiert wird. Am 31.Oktober 1517 war bekanntlich der berühmte Thesenanschlag. Damit das Ganze auch in Osdorf noch greifbarer wird, wurde von der Kirchengemeinde ein besonderes Projekt auf den Weg gebracht. Dafür hat Yvonne Heik drei Aufsteller der Figuren aus der Reformationszeit gestaltet. Sie bestehen aus Holz und sind bewusst in original Lebensgröße gehalten. Die Schüler der Grundschule Osdorf haben im Anschluss die Rückseiten der Figuren mit den wichtigsten Daten der jeweiligen Lebensläufe versehen. Die Vorbereitung dafür übernahm Religionslehrerin Mara Tiedemann. Zunächst erzählte sie die Lebensgeschichte der drei Persönlichkeiten der Reformationsgeschichte. Danach gaben die Schüler das Gehörte in ihren eigenen Worten wieder und schrieben die wichtigsten Fakten auf. Dass die Kinder bei dieser Aufgabe Spaß hatten, ist ihnen anzumerken. Mit Begeisterung und umfangreichen Wissen berichten sie von den drei Figuren der Reformation. Mirja findet, dass Katharina von Bora eine taffe Frau war. Sie habe nicht nur sechs Kinder großgezogen, sondern kümmerte sich auch um Haus, Hof und die Finanzen der Familie, sagt sie. Sophia hat beeindruckt, dass Melanchthon schon mit zwölf Jahren zur Uni ging. Und Mats ist in Erinnerung geblieben, dass die Luthers auch   Viehzucht betrieben. „Uns hat dieses Projekt ganz viel Freude gemacht“, berichtet Lehrerin Tiedemann. Von dem Ergebnis kann man nur begeistert sein.Auf diese Weise sind die Reformationsfiguren der Vergangenheit für die Kinder lebendig geworden. Bewusst wurde übrigens nicht nur Martin Luther für das Projekt ausgewählt. Ohne Katharina von Bora und Philipp Melanchthon hätte Luther sein Werk vielleicht gar nicht vollbringen können. Nur sie kommen in der Betrachtung oft zu kurz. Erstmals zu sehen gibt es die großen Drei samt Rückseite beim Reformationsgottesdienst am Dienstag, 31. Oktober, um 10 Uhr in der Vater Unser Kirche. Am Tag darauf werden die neuen Mitbürger dann an den genannten Orten zu sehen sein. Also Augen auf beim Einkaufen!

Text: Thomas Heik und Fotos: Inga Lange